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Künstler: Michael Burges

Thema der abstrakten Bilder von Michael Burges ist die Interaktion von Farbe, Raum und Energie. Den Künstler faszinieren optisch-physikalische Phänomene wie Lichtreflexionen, Gravitationskräfte, Wellenbewegungen und Strahlungsenergien. Inspiriert von wissenschaftlichen Erkenntnissen der Quanten- und der Stringtheorie untersucht der Künstler systematisch in verschiedenen Serien Strukturen und Oberflächen des Bildraums aus Licht und Farbe, die sich in Dichte, Frequenz und Modulation unterscheiden.

Der physikalische Begriff der „Schwingung“ findet sich in den optischen Vibrationen seines malerischen Universums wieder. Michael Burges betont gerne, dass sich die Mathematiker und Physiker bei der Entwicklung ihrer Formeln von einem Sinn für „Schönheit“, auch von einer Ästhetik der „Eleganz“ und Symmetrie leiten lassen. Seine Gemälde sind dennoch nicht als Illustrationen von Formeln oder konkreten Theoremen gemeint. Burges beschreibt sie als „künstlerische Fiktionen“ oder „intuitive Modelle“ imaginärer Räume.

Ein freies Spiel mit dem Farbmaterial und ein mehrschichtiger Bildaufbau erzeugen in diesen Räumen Energie, Klang und Emotion. Wie schon in der klassischen Moderne – bei Kandinsky, Kupka u.a. – finden sich synästhetische Beziehungen zur Musik und zur Kosmologie. Mit seinen ästhetischen Untersuchungen über die Natur von Farbe, Raum und Energie und das menschliche Wahrnehmungssystem unternimmt der Künstler keinen geringeren Versuch, als Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft einander wieder anzunähern.

  • 1954 geboren in Düsseldorf
  • 1970 Kurzgeschichten, Lyrik, Zeichnungen
  • 1971 Objekte, Experimentelle Musik
  • 1973-74 Studium der Sozialwissenschaften, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
  • 1974-84 Studium der Vergleichenden Religionswissenschaften,
  • Ethnologie und Indologie, M.A. Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • 1977 Akustische Environments, Performances, Installationen
  • 1981 Zusammenarbeit mit Douglas Swan, Studium der Malerei
  • seit 1983 Abstrakte Malerei